Was ist eine sonografische Untersuchung, wie verläuft sie und für wen ist sie geeignet?
Sonografie bildet die Körperinneren mit Schall ab. Der auf die Haut aufgelegte Sender sendet eine Welle mit einer Frequenz oberhalb der menschlichen Hörgrenze ins Gewebe und fängt das zurückkehrende Echo auf. Das Gerät daraus ein Bild, das der Arzt in Echtzeit, also direkt während der Untersuchung, auswertet.
Ultraschall, Sonografie und die Abkürzung USG bezeichnen dasselbe Verfahren. Es ist eine nicht-invasive Darstellung von inneren Organen, Weichteilgeweben, Gefäßen und weiteren Strukturen des Körpers.
Ultraschall ist sicher
Ultraschall arbeitet ohne Strahlung. Das unterscheidet ihn von Röntgen und CT, die ionisierende Strahlung mit ausreichender Energie in den Körper senden, um Elektronen aus Atomen zu lösen. Schallwellen besitzen diese Energie nicht, weshalb bei der Sonografie keine Dosis anfällt, die über die Zeit überwacht oder aufaddiert werden müsste. Daher können USG-Untersuchungen ohne Risiko häufig wiederholt werden.
Daraus ergeben sich mehrere praktische Vorteile:
- Die Untersuchung kann in einer Woche, einem Monat oder sogar nach sechs Monaten wiederholt werden, so oft, wie es der Krankheitsverlauf erfordert. Dies ist entscheidend für die Verfolgung von Heilungsprozessen oder der Entwicklung von Befunden.
- Sie kann in jedem Alter durchgeführt werden, von Neugeborenen bis zu Senioren.
- In der Schwangerschaft dient sie zur Überwachung der fetalen Entwicklung, also genau dort, wo Vorsicht gegenüber Strahlung am größten ist.
- Die diagnostische Sonografie benötigt keine Nadel und keinen Kontrastmittel. Die Untersuchung erfolgt durch die Haut hindurch.
Wie aus reflektiertem Schall ein Bild entsteht
Der Sender sendet kurze Impulse hochfrequenter Wellen ins Gewebe. An jeder Grenzfläche zwischen Medien mit unterschiedlichen akustischen Eigenschaften wird ein Teil der Welle zum Sender zurückreflektiert. Das Gerät misst, wie lange die Rückkehr jedes Echos dauert, und berechnet daraus die Tiefe, in der sich die Grenzfläche befindet. Aus einer großen Anzahl solcher Messungen entsteht ein Bild, das kontinuierlich aktualisiert wird.
Warum es nicht einen Universalwandler gibt
Die Frequenz der Welle bestimmt zwei Dinge gleichzeitig, die sich gegenseitig beeinflussen: Je höher die Frequenz, desto feinere Details kann der Wandler auflösen, aber desto flacher dringt die Welle ins Gewebe ein. Eine niedrigere Frequenz sieht tiefer, jedoch auf Kosten einer gröberen Auflösung.
Der Arzt wählt daher den Wandler je nach zu untersuchendem Bereich und der Tiefe unter der Oberfläche. Wandler unterscheiden sich in Form, Frequenzbereich und Anwendungszweck.
Linearwandler für Strukturen kurz unter der Haut
Er arbeitet mit höheren Frequenzen und kann somit auch feine Details in oberflächlichen Schichten auflösen. Bei uns untersuchen wir damit:
- Schilddrüse und Weichteile des Halses
- Gelenke, Muskeln und Sehnen
- Periphere Nerven
- Brustgewebe
- Gefäße, also Karotiden sowie Venen und Arterien der Extremitäten

Konvexwandler für tiefer liegende Organe
Die gewölbte Kontaktfläche bietet ein weiteres Sichtfeld, und niedrigere Frequenzen dringen tiefer in den Körper ein. Daher wird er bei der Untersuchung innerer Organe eingesetzt. Bei uns betrifft dies vor allem den Bauchultraschall (Leber, Gallenblase, Nieren) sowie die Untersuchung des Harntrakts und der Beckenorgane.
Sektorwandler für Untersuchungen zwischen den Rippen
Er hat eine kleine Kontaktfläche und kommt so auch in enge anatomische Räume, wo für größere Wandler wenig Platz ist. Er bildet Strukturen beispielsweise zwischen den Rippen ab, weshalb wir ihn beim Thoraxultraschall einsetzen.
Wo wir Sonografie durchführen
Sonografische Untersuchungen führen wir in zwei sonografischen Ambulanzen durch. Die Behandlungen übernehmen Ärzte mit Spezialisierung in Radiologie. Wir verfügen über verschiedene Wandlerarten, sodass der Arzt den für die untersuchte Region passenden Wandler auswählt.